Lichtbeständigkeit

Unter der Lichtbeständigkeit versteht man nach OIN 53 231 die Widerstandsfähigkeit von Anstrichen gegen Veränderungen durch die Lichtstrahlung im Freien. Lichtechtheit ist nach dieser Norm ein Unterbegriff der Lichtbeständigkeit und bezieht sich nur auf Farbtonänderungen.
Solche Farbänderungen sind bei Bindemitteln und Pigmenten möglich.
Einige Bindemittel, z. B. Nitrolacke, Öllacke und ölhaltige Alkydharzlacke, vergilben durch Lichteinstrahlung. Auch die Oberfläche von hellen Hölzern nimmt unter einer Klarlackbeschichtung einen gelblichen Farbton an. Der fabrikmäßige Zusatz von UV-Absorbern kann
diese Vergilbung in der Regel nur unzureichend verhindern.
Leinölhaltige Anstrichmittel dagegen vergilben im Dunkeln, also unter Lichtabschluß.
Bindemittel vergilben aber auch durch Einwirkung von Wärme. Nach VOB müssen Heizkörperlackfarben bis zu 393 K (= 120°C) vergilbungsbeständigsein (siehe auch Hitzebeständigkeit).
Pigmente können durch Lichteinwirkung ausbleichen oder nachdunkeln. Das Ausmaß der Farbtonänderung hängt dabei auch vom verwendeten Bindemittel und der Verträglichkeit der Pigmente untereinander ab. Grundsätzlich nimmt die Lichtechtheit eines Anstrichmittels mit dem Anteil der Buntpigmente zu. Sehr helle Farbtöne verändern sich also schneller.
Die Lichtbeständigkeit eines Anstrichmittels läßt sich erst nach längerer Freibewitterung feststellen.
Dabei vergleicht man die Testmuster mit den acht Streifen der von der Textilindustrie übernommenen Wollskala. Die acht Streifen der Skala entsprechen acht Lichtbeständigkeitsstufen.
Da weiße Pigmente, soweit sie nicht lichtbeständig sind, vergilben, vergleicht man diese Pigmente nicht mit der Wollskala, sondern mit einer speziell genormten Gilbungsskala.





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