Scheuerbeständigkeit

Nach VOB DIN 18 363: Anstricharbeiten, ist ein Anstrich scheuerbeständig, wenn er nach dem Trocknen mit einer Waschbürste aus Naturborsten und Wasser unter Zusatz eines neutralen Feinwaschmittels gescheuert werden kann, ohne daß der Anstcicit beschädigt wird oder das Reinigungsmittel sich färbt.
Im Kommentar zur gleichen VOB von Schroeder/Wörsdörfer steht aber auch:
„Die Beurteilung auf Wasch- oder Scheuerbeständigkeit des Anstrichstoffes bleibt einer labormäßigen Qualitätsprüfung auf einem festgelegten Untergrund bei festgelegter Trockenschichtdicke und festgelegten Trocknungsbedingungen nach DIN 53778 vorbehalten."
Als Gründe zu diesem Widerspruch zur VOB sind zu nennen:
1. Die Eigenschaften der Anstriche hängen nicht nur vom Anstrichstoff, sondern auch vom Auftragsverfahren, den Trocknungsbedingungen und anderen Faktoren ab.
2. Bei Prüfung der Scheuerbeständigkeit nach VOB kann sich auch bei scheuerbeständigen Anstrichmitteln das Reinigungsmittel färben. Das Bindemittel nimmt Wasser auf und quillt an. Besonders bei matten Dispersionsfarben werden dann bei der Reinigung Pigmente aus der Oberfläche des
Anstriches gerissen. Diese Pigmente färben das Reinigungswasser. Außerdem lösen sich Leime und andere Emulgatoren aus dem Anstrich.
Das Prüfverfahren nach DIN 53 778 ist eindeutig. Nach dieser Norm wird die Scheuerbeständigkeit nach 5000 Scheuerhieben im Prüfgerät festgestellt. Erst wenn eine Dispersionsfarbe diese Norm erfüllt, darf sie mit der Norm und der Güteklasse S gekennzeichnet werden.
Scheuerbeständige Dispersionsfarben verwendet man für stärker beanspruchte Innenwände.





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